Mikroplastik ist ein Thema, das weiterhin für viel Aufregung und Kontroversen sorgt. Wir hören immer mehr über seine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit und sein Vorkommen in den Ozeanen und lebenden Organismen. Aber was genau ist Mikroplastik und woher kommt es? Sind PET-Flaschen und andere Kunststoffprodukte sind seine Hauptquellen?
Wir laden Sie ein, sich mit einem Thema näher zu befassen, um das sich bereits viele Mythen ranken.
In diesem Artikel finden Sie Antworten auf solche Fragen und mehr:
- Definition von Mikroplastik
- Sind Kunststoffverpackungen eine wichtige Quelle für Mikroplastik?
- Was ist die größte Quelle für Mikroplastik?
- Herausforderungen für die kunststoffverarbeitende Industrie
- Mikroplastik versus Thermoformung und eigene Recyclinganlagen
Definition von Mikroplastik
Bei Mikroplastik handelt es sich, wie der Name schon sagt, um sehr feine Kunststoffpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 5 Millimetern. Die Partikel können jedoch viel kleiner sein - ihre Größe kann bis zu 10 Mikrometer betragen, was 0,01 Millimetern entspricht! Sie können in der Umwelt in verschiedenen Formen auftreten, am häufigsten als Fasern, Ellipsoide, Granulat, Splitt oder Flocken. Man unterscheidet auch zwischen sekundärem Mikroplastik, das hauptsächlich aus der Zersetzung größerer Kunststoffgegenstände stammt, und primärem Mikroplastik, das in Form von feinem Granulat oder Mikrofasern für industrielle Zwecke absichtlich hergestellt wird.
Sind Kunststoffverpackungen eine wichtige Quelle für Mikroplastik?
Woran denken wir als erstes, wenn wir von dem berüchtigten Mikroplastik hören? In der Regel kommt uns eine Assoziation mit PET-Flaschen in den Sinn, ebenso wie das Bild von verschmutzten Ozeanen. Laut Meinungsumfragen des IQS-Instituts für die Aufklärungskampagne #rePETsagen sogar 65% Polen, dass ihre Hauptquelle sind Kunststoffverpackungen.
Aber was ist die Wahrheit? Was sind die Hauptquellen für Mikroplastik und was hat es mit dem täglichen Waschen und Autofahren zu tun? Auch wenn es für viele Menschen immer noch überraschend erscheinen mag, tragen diese alltäglichen Tätigkeiten zu den erheblichen Mengen an Mikroplastik bei, die täglich in die Umwelt gelangen.
Was ist die größte Quelle für Mikroplastik?
Die größten Emittenten Mikroplastik Faktoren, die für manche nicht so offensichtlich sind. Welche Faktoren?
- Waschen von Kunststoffen
Es wird geschätzt, dass die Bekleidungsindustrie für ein Drittel des Mikroplastiks in den Ozeanen verantwortlich ist. Wenn Kleidung aus synthetischen Materialien wie Polyester oder Nylon gewaschen wird, werden mikroskopisch kleine Kunststofffasern freigesetzt. Diese Partikel, die so genannten Mikrofasern, gelangen ins Abwasser, und herkömmliche Kläranlagen sind nicht in der Lage, sie vollständig zurückzuhalten. So gelangen die Mikrofasern in Flüsse, Meere und Ozeane, wo sie das Wasser verschmutzen und in die Nahrungskette gelangen.
- Verschleiß von Autoreifen
Nur wenige Menschen bringen Autofahren mit Mikroplastik in Verbindung. Während der Lebensdauer eines Fahrzeugs wird die Oberfläche der Reifen jedoch allmählich abgetragen, was zur Bildung von feinen Kunststoffpartikeln führt. Es hat sich herausgestellt, dass das Mikroplastik aus diesem Prozess eine der größten Quellen der Umweltverschmutzung ist. Die Plastikpartikel landen auf den Straßen und werden dann vom Regen in die Kanalisation und Flüsse gespült, von wo aus sie in die Ozeane gelangen. Wie auf dem Kongress der Europäischen Union der Geowissenschaften in Wien berichtet wurde, können giftige Chemikalien aus Reifen auch in den Boden sickern und Lebensmittel verunreinigen. Es wird geschätzt, dass durch Reifenabrieb jährlich 6 Millionen Tonnen Mikroplastikstaub entstehen.
Die Hauptquellen für Mikroplastik sind daher synthetische Stoffe, auf die 35% der Gesamtemissionen entfallen, und Staub aus dem Abrieb von Autoreifen, der sogar 28% der Emissionen ausmacht. Weitere 24% werden durch städtischen Staub verursacht. Es ist erwähnenswert, dass Kunststoffverpackungen, obwohl sie oft mit Kunststoff in Verbindung gebracht werden, keineswegs eine Hauptquelle für Mikroplastik sind.
Herausforderungen für die kunststoffverarbeitende Industrie
Obwohl Kunststoffverpackungen keine Hauptquelle für Mikroplastik sind, besteht das Problem weiter. Durch unsachgemäße Bewirtschaftung von Kunststoffabfällen gelangen diese in die Umwelt, wo es Jahre dauern kann, bis sie sich zersetzen und sekundäres Mikroplastik bilden. Die größte Herausforderung besteht darin, wirksame Recyclingsysteme zu schaffen. An dieser Stelle sollte auch betont werden, dass Kunststoff an sich nicht schlecht ist. Vielmehr sind seine negativen Auswirkungen auf eine schlechte Abfallbewirtschaftung und das Fehlen wirksamer Recyclingsysteme zurückzuführen.
Mikroplastik versus Thermoformung und eigene Recyclinganlagen
Aktivitäten von Unternehmen, die sich mit Thermoverformung von Kunststoffen spielt eine Schlüsselrolle bei der Verringerung der Mikroplastikemissionen. Investitionen in modernste Technologien, wie z. B. eigene Recycling- und Produktionslinien, ermöglichen die Verarbeitung von Kunststoffen vor Ort, wodurch der Transportbedarf und die mit der Herstellung neuer Materialien verbundenen Emissionen verringert werden. W Geo-Globus Polen Unser Ziel ist es, ein nachhaltiges System zu schaffen, das die Umweltauswirkungen von Kunststoffen minimiert. Mit solchen Lösungen reduzieren wir nicht nur den Abfall, sondern fördern auch einen verantwortungsvolleren Umgang mit den Ressourcen.
Quelle:
1. https://repetujemy.pl/2023/01/03/mikroplastikwwodachniepochodzizbutelekpet/, Zugriff online: 13.08.2024.
2. https://ekonsument.pl/a67169_przemysl_modowy_a_mikroplastik_w_oceanach.html, online verfügbar am 12.08.2024.
3 Quelle: IUCN 2017, Primäres Mikroplastik in den Weltmeeren.
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